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Brigitte Neumeister hat unendlich
viele Auszeichnungen bekommen; u.a. Das Goldene Verdienstzeichen
der Stadt Wien, das Goldene Ehrenzeichen der Stadt Wien, das
Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst- verliehen vom Bundespräsidenten,
den Professoren Titel, eine Rose wurde auf ihren Namen getauft,
sie erhielt die „Romy“ als beliebteste Schauspielerin, etc.....
Unser Kulturredakteur und Künstlerförderer Billy Bencsits
hat mit Prof.Brigitte Neumeister geplaudert:
Bedeuten Ihnen
diese Ehrungen viel, Frau Neumeister?:
Stolz bin ich über die „Romy“, denn die wird vom Publikum
gewählt. Der große Billy Wilder hat einmal gesagt: Auszeichnungen
sind wie Hämorrhoiden, irgend wann kriegt sie jedes A........loch.
Man sagt, ich wäre eine Volksschauspielerin. No, das ist doch
die höchste Auszeichnung, ....oder net !
Wie gehen
Sie mit Kritiken um:
Seit etwa 10 Jahren bin ich sehr dickhäutig geworden. Natürlich
freut mich eine gute Kritik, aber eine schlechte hab' ich
nach spätestens 20 Sekunden vergessen. Eine Kritik werde ich
mir aber bis an mein Lebensende aufheben und zwar: Anlässlich
der Premiere des Stückes „Das Phantom von Europa“ von Antonio
Fian am Wiener Volkstheater hat die ehrwürdige FAZ geschrieben:
„Dass Brigitte Neumeister eine hervorragend Schauspielerin
ist, hat sie in unzähligen Rollen (ob Theater oder Fernsehen)
bereits bewiesen. Doch diesmal hat sie sich selbst übertroffen.
Die Neumeister spielt eine Alkoholikerin und eine Hundebesitzerin.
Aber, wie sie das spielt ist einfach konkurrenzlos, .....
das ist schwarzer Humor vom Feinsten !“
Sie sind auch
eine gefeierte Autorin.
Ja, mein erstes Buch – „Der Rampenlicht Blues“ handelt von
Persönlichkeiten, welche mein Leben sowohl im positiven, als
auch im negativen Sinn beeinflusst haben. Das zweite Buch
ist eine Satire unter dem Titel „Der Professionisten Blues“
und handelt von Handwerkern aller Art, welche meine neue Wohnung
gebaut und eingerichtet haben.Das jetzige Buch ist mein 1.Roman,
„Der Feueropal“ und darauf bin ich sehr stolz. Abgesehen davon,
dass es sich (für österreichische Verhältnisse) sehr gut verkauft,
gibt es auch schon konkrete Gespräche bezüglich einer Verfilmung.
Es ist wunderschön
mit Ihnen zu plaudern, deshalb meine Bitte, erzählen Sie doch
selbst ein bisserl über Ihr Leben:
Ich würd´ sagen, so im Telegrammstil. Also:
Name: Brigitte Neumeister (echt,
kein Künstlername)
Haare: blond, auch echt
Augen: graublau
Sternzeichen: Steinbock mit Widder-Aszendent
(also lauter Hörndln)
Stimme: verrauchter Sopran, der
langsam „Alt“ wird. Ich rauche allerdings seit über 10 Jahren
nicht mehr!! Geboren: in Perchtoldsdorf bei Wien
Familie: sehr bürgerlich
Widerstand der Familie gegen den Schauspielberuf:
nicht nennenswert Begründung:
für was anderes taugt sie ja doch nicht .....ha-ha....
Berufsausbildung: Ballett, Gesang,
Schauspiel. Alles mit Abschlußprüfung
Erstes Engagement: Ophelia (Gott
war ich schlecht) in Saarbrücken.
Glücksfall: Man holt mich ans
Theater in der Josefstadt. Meine Antrittsrolle war in „Katzenzungen“.
Heute eine Legende
Die größten
Theater und Fernseherfolge:
Die Mascha in „Die Möwe“ von Tschechow, Mrs. Peachum in „Die
Dreigroschenoper“ von Brecht/Weil, der erste Mephisto in Goethes
„Faust“ im deutschsprachigem Raum, Die Frau Muskat in „Liliom“
von Franz Molnar, Die Erna in „Die Präsidentinnen“ von Werner
Schwab, usw....
Bitte das
Fernsehen nicht zu vergessen:
No ja, ...die Turecek im „Kaisermühlen Blues“. So bin ich
zur Hausmeisterin der Nation geworden. Jetzt die Kriemhilde
in „Die Lottosieger“, Zu letzt eine Mörderin in „Soko Donau“,
die Titelrolle in „Tante Herthas Rindsrouladen“, sowie unzählige
Unterhaltungssendungen, Krimis und div. Fernsehspiele. Sehr
stolz bin ich auf meine 8 TV-Personality Shows.
Besondere
Kennzeichen: problemlos
Hobby: Reisen, Schlafen, gute
Musik hören . Wir besitzen ca. 2000 Langspielplatten, vor
allem (fast) alle Musicals. Doch das Sammeln habe ich, seit
es den Herrn Webber gibt, aufgegeben.
Und wie schaffen
Sie das alles bei Ihrer Vielseitigkeit. Zum Beispiel, wo und
wann machen Sie Urlaub?:
Reine Einteilungssache. Am liebsten bin ich in Alt Aussee,
in der Toscana, oder in letzter Zeit in Istrien.
Keine Laster, Frau Neumeister?:
Oh doch. Ein Mensch ohne Laster und Fehler ist doch fad. Ich
esse für mein Leben gern; trinke nur gute Weine, z.B.: Rieslinge
aus der Wachau und alte Bordeaux-Rotweine. Allerdings mit
manchen Regisseuren hab‘ ich so meine Probleme, da bin ich
nicht gerade pflegeleicht.
Und wieso
sind Sie keine Damen geworden, wie Sie von sich selbst behaupten?
Dazu hab‘ ich keine Zeit. Ich fühl mich auch so sauwohl.
Vergessen wir nicht auf Ihre erfolgreichen
Soloabende:
Ja, gerne. Mit dem Wolfgang Böck spiele ich derzeit 2 Programme;
„Aus dem Reich der Burenwurst“ und „Leise rieselt der Schmäh“.
Allein, also Solo, bin ich desöftern mit „Der Kleine Prinz“
von Antoine des Saint Exuperie unterwegs. Die Leut‘ lieben
es....... ist doch schön, nicht !
Ziele und
Wünsche: Gesund bleiben und mit meinem Mann weitere
42 Jahre leben zu dürfen !
Frau Neumeister, Danke für
das Gespräch.

Sollten Sie noch mehr von Brigitte
Neumeister wissen wollen, besuchen sie Ihre wunderschöne Homepage
unter www.brigitte-neumeister.at
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