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Zwei junge, unternehmungslustige
Immigranten aus dem von Napoleon besetzten Preussen - William
Deutz, ein Händler und Pierre-Hubert Geldermann, ein Champagnerverkäufer-
wurden vom Wohlstand, der damals in Frankreich unter König
Louis Philippe herrschte, angezogen und eröffneten 1838 ein
„Bureau“, ohne jedoch irgendwelche Reben zu besitzen. Wohl
einzigartig, ein Champagnerhaus ohne Weingärten zu gründen!
Sie kauften bereits abgefüllte Cuvées auf Latten, die sie
degorgierten, mit Dosage auffüllten und etikettierten. Im
Städtchen Ay, das nahe von Epernay als das Herz der Champagne
gilt, steht das Champagnerhaus Deutz und eigene Weingärten
zählten bald als fixe Grundlage der Champagnerproduktion.
Das Geschäft der Firma Deutz und Geldermann blühte, und als
René Deutz und Alfred Geldermann das Unternehmen Ende 1860
von ihren Vätern erbten, war der Champagnerabsatz über Jahre
regelmäßig gestiegen. Später heiratetet Alfred Geldermann
Marie Deutz, die Schwester seines Partners René Deutz. Das
Champagnerhaus Deutz nahm großen Aufschwung, neue Gebäude
und Keller wurden gebaut. 1906 übernahmen René Lallier, der
Schwiegersohn von René Deutz, und Charles Van Cassel, der
Schwiegersohn von Marie Deutz-Geldermann, die Leitung des
Hauses.
Diese dritte Generation
hatte beträchtlich mit Schwierigkeiten zu kämpfen: Winzeraufstände
im April 1911 zerstörten einen Großteil des Champagnerhauses
und Teile der Weinberge, die Wirtschaftskrise in den dreißiger-Jahren
und die Kriege setzten ihnen stark zu. 1938 übernahm Jean,
der Sohn von René Lallier, die Direktion.
Allen Schwierigkeiten zum Trotz blieb
die Philosophie des Hauses dieselbe: Eine Assemblage von
gleichbleibendem Charakter zu kreieren, welche die Qualität
und den Stil des Hauses in allen Weinen mit dem Etikett
Deutz prägen sollte. Als 1972 André, der Sohn von René
Lallier die Leitung übernahm, erbte er ein florierendes
Unternehmen mit einem ansehlichem Lager und Kellern, ausgestattet
mit modernsten technischen Errungenschaften, sowie eine
Domäne an Weinbergen von höchster Qualität. Heute lassen
sich Vergangenheit und Gegewart in Ay harmonisch miteinander
vereinen, denn Tradition und modernes Management gehen
Hand in Hand. |
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Champagne Deutz Brut Classic wird
aus mehreren Jahrgängen komponiert. Jedes Jahr wird der Cuvée
eine bestimmte Menge von Reserveweinen (20-40%) beigefügt,
um die Beständigkeit, die Komplexität und den typischen Stil
des Hauses zu sichern. Brut Classic ist die perfekte Harmonie
der drei großen Rebsorten der Champagne: den Pinot Noir-Trauben
(1/3), den Pinot Meunier-Trauben (1/3) und dem Chardonnay
(1/3). Er ist von intensiver, goldener Farbe mit feinperligem
Mouseux, das sehr ausgeprägte Bukett offenbart blumige bis
fruchtige Nuancen, die Struktur ist seidig, der Abgang wird
durch sehr lang anhaltende, fruchtige Nuancen abgerundet.
Dieser klassische Champagner ist ein idealer Begleiter zu
Fischen in Saucen, Geflügel und weißen Fleischsorten.
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