|
Südlich von Reims, in Rilly-la-Montagne,
einem kleinen Ort im idyllischen Reimser Bergland, ist eines
der bekanntesten Champagnergüter zu Hause, Canard-Duchêne.
Mitte des vorigen Jahrhunderts heiratete Madame Françoise-Leonie
Duchêne den Tischler Victor François Canard, der einen Weinberg
bester Lage in der Champagne besaß und gründete mit ihm 1868
das Champagnerhaus Canard-Duchêne.
| Leider ging während
des Zweiten Weltkrieges der größte Teil der Dokumente
verloren, sodass man über die Anfänge der Familiengeschichte
wenig Bescheid weiß, außer, dass zwischen den beiden Weltkriegen
bereits rund 300.000 Flaschen jährlich verkauft wurden.
In den 50er-Jahren dieses Jahrhunderts, als François und
Jean-Pierre Canard in das Unternehmen eintraten, kam der
große Durchbruch.Der Jahresumsatz stieg von etwas mehr
als einer halben Million Flaschen auf annähernd drei Millionen.
Im Jahre 1973 erwarb Piper-Heidsieck ein Drittel der Gesellschaft
und verkaufte diese Beteiligung 1978 an den derzeitigen
Eigentümer „Veuve Clicquot“, dem berühmten Champagnerhaus
aus Reims. Somit gehört nun Canard-Duchêne zur Luxusgruppe
LV-MH (Louis Vuitton-Moet-Hennessy). |
|
Trotz ihrer Größe ist die Champagnerkellerei
Canard-Duchêne bei uns noch wenig bekannt, da sich das Haus
fast ausschließlich auf den französischen Markt eingestellt
hatte, wo es auch heute zu den meistverkauften Marken zählt.
Erst seit einigen Jahren konzentriert man sich auch auf den
Export, so ist Canard-Duchêne nun auch in Österreich vertreten
und vor allem in der gehobenen Gastronomie zu finden.
|