AKTUELLE AUSGABE

AUSGABE 03/4:

Krug - die Perfektionisten

Ein sehr exklusives Champagnerhaus, wenn nicht gar das exklusivste. Eine kleine Geschichte soll die Gründe dazu demonstrieren. Sir Thomas, seines Zeichens Weinhändler aus London, reiste vor vielen Jahren durch die Champagne, auf der Suche nach dem besten Champagner. Doch auf seine Frage, welcher nun der Beste sei, antwortete man überall, natürlich der unsrige. Und auf die Frage nach dem Zweitbesten, hörte überall als Antwort: „Nach uns kommt Krug.“ Sir Thomas ist seit diesem Zeitpunkt der Überzeugung, Krug sei der objektiv beste Champagner, und dieser Meinung schließen sich heute viele andere Champagnerfreunde an. Gegründet wurde das Haus 1843 von dem Deutschen Johann Josef Krug. Der 1800 in Mainz Geborene kam 1834 in die Champagne und trat im gleichen Jahr bei der schon damals bekannten Champagnerfirma Jacquesson & Fils in Châlons-sur-Marne ein, wo er sich zu einem besonders geschickten Komponisten von „Assemblage“ entwickelte.

Gerade das Verschneiden, also das Zusammenmischen verschiedener Weine zu einer „Cuvée“ hat Krug zu dem werden lassen, was er heute ist, zum König der Champagner. Ein Champagner, von dem der bekannte Weinkenner Michel Dovaz sagt: „Die Marke, die mit der kleinsten Flaschenzahl den größten internationalen Bekanntheitsgrad erreicht hat.“ Die Kunst der Zusammenstellung der „Cuvées“ haben die Krugs immer nur an den Nachfolger weitergegeben, und heute in der fünften Generation gilt noch immer die Maxime des Gründers, sich niemals mit der Herstellung sogenannter Standardchampagner zu befassen, stets alles Können und Kraft auf die Kreation von Cuvées höchster Vollendung zu konzentrieren. Die Wahl der Lagen und die Zusammenstellung der Grundweine haben sich auch die Ururenkel persönlich vorbehalten. Und diese, Henri und Rémy Krug, sind Perfektionisten. Krug ist das letzte bedeutende Champagnerhaus, das die erste Gärung, also die Vergärung von Most zu Wein, noch ausschließlich in nur 205 Liter fassenden Holzfässern durchführt.

Die Anhänglichkeit an die kleinen Fässer aus Eiche, die in der Champagne sehr selten und kostspielig geworden sind, wird bei Krug so begründet: Es ist erwiesen, daß die Verbindung des Weines mit dem Holz den Charakter eines Champagners verfeinert, es erlaubt seine Individualität zu erhalten und zu entwickeln. Nach 140 Jahren, im Jahre 1983, brachte Krug eine neue Champagnersorte auf den Markt, den „Krug Rosé“. Zu ihm meint Henri Krug: „Es gibt wohl andere Rosé- Champagner, aber unser Rosé soll nicht einer unter vielen sein, er muss anders sein. Wir wollen mit ihm einen Champagner Rosé kreieren, der sich zu den anderen verhält wie Krug-Champagner zu den übrigen. Er soll ein gastronomischer Rosé sein, der sich besonders durch die Ausgewogenheit der Empfindungen auszeichnet, in Farbe, Bukett und Geschmack.“ Und er ist es, sein blasses Lachsrosa mit den goldenen Reflexen läßt sein reiches Bukett und seinen besonderen Geschmack schon erahnen.




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