AKTUELLE AUSGABE

AUSGABE 03/4:

Perrier Jouet - Champagner mit Größe und Stil


Man schrieb das Jahr 1811, als Pierre Nicolas Marie Perrier (1786-1854), ein Onkel von Joseph Perrier, an seinen Namen den Mädchennamen seiner Frau hinzufügte und als „Perrier-Jouët“ eine neue Champagnerfirma gründete. Schon innerhalb von nur zwanzig Jahren war es ihm gelungen, sich ein ausgezeichnetes Prestige zu verschaffen, das sich vor allem auf dem Exportmarkt, speziell Großbritannien, erfolgreich niederschlug. Sein Sohn Charles Perrier konnte das Renomme der Marke noch verstärken, das wirkte sich sofort aus und das Haus belieferte unter anderen auch so Berühmtheiten wie Napoleon III., König Leopold von Belgien und Königin Voictoria von England oder die bekannte französische Schauspielerin Sarah Bernhardt (1844-1923), die sogar in diesem Champagner gebadet haben soll. In dieser Zeit der großen Blüte erwarb das Unternehmen vor allem Weinberge in besten Lagen wie Avize und Cramant.

Perrier-Jouët war nämlich die erste Kellerei, die den großen Wert der weißen Traube Chardonnay für den Champagner erkannte. Heute umfasst der Weinbergbesitz 108 Hektar, mit einer Durchschnittbewertung von 95 Prozent. Damit können 30% des Traubenbedarfs gedeckt werden, der Rest wir in den Hauptregionen der Champagne zugekauft.Da Charles Perrier nach seinem Tod im Jahr 1897 keine männlichen Erben hinterließ, ging das Champagnerhaus an seinen Neffen Henri Gallice über, einen Mann, der in der Champagne einen ausgezeichneten Ruf als Weinfachmann hatte. Zwanzig Jahre später,1917 übernahm Louis Budin, ein angeheiratetes Familienmitglied, die Führung des Champagnerhauses. 1959 trat Louis Budins Sohn Michel an die Spitze des Unternehmens, und verkaufte dieses noch im selben Jahr.

Perrier-Jouët stellt auch heute noch Champagner höchster Qualtität her. Typisch für die Einstellung des Unternehmens ist, dass es keine Blanc de Blancs produziert, da eventuell die hochwertigen weißen Trauben für die restlichen Champagnersorten abgehen könnten. Man sieht, bei PJ, wie in der Weinwelt das bekannte Haus genannt wird, ist nur das Vollkommene gut genug.


Bezugsquelle: Friedrich Pecenka Ges.m.b.H.
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