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Andy Lee Lang- Österreich´s
Botschafter des Rock´n Roll

Foto: Gerhard Bartel
Er feiert heuer sein 20jähriges Bühnenjubiläum und eigentlich
kennen
wir einander ebenso lange. Wir starteten damals unser erstes Verlagsobjekt,
den Wiener Gourmetguide „SERVUS in Wien“ und Andy zertrümmerte auf
der Bühne sein erstes Piano als ihm sein Temperament „Jerry Lee
Lewis-like“ mit dem Rock´n Roll durchging. Heute noch begleiten
wir Andy´s Auftritte mit unseren Medien und es gab kein Konzert,
keinen Gast-Auftritt wo Andy nicht in den Zuschauerraum eilte um
uns zu begrüßen, wenn er uns im Publikum entdeckt hatte.
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20 Jahre
Bühnenjubiläum!
Kinder, wie die Zeit vergeht! Ich durfte den Weltstar Andy
Lee Lang zum Interview bitten. Jetzt sitzen wir einander beim
Frühstück im Café Landtmann gegenüber. Spitzbübisch verschmitzt
wie eh und je sein Lächeln: „So ungewöhnlich wie diese Uhrzeit
ist für mich auch mein Outfit zum Fotoshooting!“ startet Andy
unsere Unterhaltung. „In Bühnen-Kluft kennt mich ja eh jeder,
aber nicht mit meinem Lieblings-T-Shirt aus Hawaii!“ Schon
beginnt er zu schwärmen, wie sehr ihm dieser letzte Urlaub
gut getan hat. Er war sozusagen Balsam für seine Seele, hatte
Andy nach zwei schweren Burn-Outs im letzten Jahr doch sich
selbst und seiner Fan-Gemeinde geschworen, in Zukunft bewusster
zu leben. „Ich nehme mir in Zukunft fixe Auszeiten, ich muss
jetzt einfach beginnen zu leben! Wenn ich da so nachdenke
sage ich mir: ok, du bist erfolgreich, aber was nützt es dir,
wenn du zusammenklappst und mitnehmen kann man sich auch nichts!
Also reise ich – ich liebe es, zu reisen! Ich blühe da wirklich
auf!“ Seine Augen blitzen, man merkt, Hawaii hat ihm gut getan.
„Ich möchte eigentlich nur noch 8 Monate im Jahr arbeiten
und die restlichen vier Monate mir die Welt anschauen!“
Mit ganzem Herzen Österreicher
Wie so viele Weltreisende schätzt auch Andy seine Heimat ganz
besonders. „Österreich ist – bei all dem Raunzen - das wir
Österreicher ja so gerne tun und da nehme ich mich gar nicht
aus- noch immer einer der besten Plätze auf der Welt. Bei
allen Nachteilen, die es gibt denkst du dir: Nein, im Grunde
genommen sind meine Wurzeln da und bleiben da!“ Dennoch kann
sich Andy vorstellen, einmal den europäischen Winter in seiner
Pension (wenn ein Musiker überhaupt in Pension geht!) irgendwann
bei den berühmten Pensionisten-Outlets in Florida zu überbrücken.
„Besonders einem Sänger tut das feuchtwarme Klima dort einfach
gut. Unser Winter ist ja auch schön, aber die langen Übergangszeiten
sind mir ein Greuel!“ Doch jetzt zur Sache: Lassen wir noch
einmal Andy´s Karriere Revue passieren. Wie kam es dazu, dass
er vom Rock´n Roll Virus befallen wurde?
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Fotos: Privat
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Musik
liegt ihm im Blut
Er ist sozusagen erblich mit der Musik belastet: Seine Großeltern
– sowohl mütterlicherseits als auch väterlicherseits- waren
Vollblutmusiker: Ein Großvater war Jazztrompeter und Kapellmeister,
der andere Großvater Klavierprofessor und Chorleiter der Wiener
Sängerknaben, die Großmutter Opernsängerin. Trotzdem kam Andy
durch Zufall zur Musik: „Mit sechs Jahren wurde ich gefragt,
ob ich ein Klavier haben möchte -in dem Alter weiss man noch
nicht wirklich, was man möchte, daher habe ich ja gesagt!
“ erinnert sich Andy. Dann folgten 10 Jahre klassischer Klavierunterricht
bei seinem Großvater und Andy´s Wunsch, klassischer Konzertpianist
zu werden. Also ging´s auf zur Aufnahmeprüfung auf die Musikakademie
in Wien! Dann das Schlüsselerlebnis: nicht Andy sondern zwei
Japaner bekamen den Studienplatz. „Damals ist die Welt für
mich zusammengebrochen!“ Und bald darauf folgte der nächste
Zufall, der eigentlich der Grundstein für den Andy war, den
wir heute als Rock´n Roll Botschafter kennen.
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Von der
School Band
zum Rock´n Roll Superstar
„Auf der Handelsakademie fragten mich Mitschüler, ob ich nicht
mit ihnen eine Band gründen möchte“ Das taten sie auch: Ein
Schlagzeuger, ein Gitarrist und ein Klavierspieler waren sich
einig, doch offen blieb die Frage: welche Musik spielen sie?
„Im Kino spielten sie damals die „Love & Rock´n Roll Show“
und ich habe zum ersten Mal Jerry Lee Lewis gesehen und hab
mir gedacht -bitte wer ist das und was kann der? Dann hab
´ich mir Platten von ihm gekauft und versucht, das nachzuspielen.
Das mir das je gelungen ist, dafür sind sicher meine Gene
schuld! Früher einmal, als mich meine Eltern baten statt Klassik
doch einen Rock´n Roll zu spielen, klang er immer wie ein
Marsch – ich packte den Rhythmus einfach nicht!“
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Idol
und Karriere-Auslöser:
Jerry Lee Lewis
Andy wandte seine ganze Kraft auf seinem Idol nachzueifern
und schaffte es 1989 sogar, im Austria Center das Vorprogramm
zu Jerry Lee Lewis zu sein. „Ich war stolz, der Opening-Act
für sein Programm zu sein und dann aber völlig entsetzt über
Jerry Lee Lewis, denn er bot eine fürchterlich schlechte Performance
und schaffte es, ein völlig kochendes Publikum zum Einschlafen
zu bringen. Für mich ist eine kleine Welt zusammengebrochen,
doch wie viele Menschen können schon sagen, dass sie mit ihrem
Idol auch wirklich zusammentreffen konnten! Und klaviertechnisch
gesehen war sicherlich er der Auslöser, dass ich zum Rock´n
Roll gekommen bin! Wir haben dann später auch noch einige
Male ein schönes Doppelkonzert in Wien gegeben.“
Andy und die Weltstars
Auf der Bühne stand er im Laufe seiner Karriere mit vielen
anderen Rock´n Roll Legenden wie Wanda
Jackson und Chuck Berry.
Doch ein Erlebnis wird ihm sicher nie aus dem Gedächtnis gehen.
„Es war der 40. Geburtstag von Gerhard Berger“ erinnert sich
Andy. „Und ich war mit meiner Band dort engagiert. Ich wusste,
dass der Beatle-Star Georg Harrison
als Gast anwesend war. Wir starteten dann unsere Performance.
Extra für Gerhard Berger war ein Musikstück gewidmet, bei
dem ich meinen Gitarristen immer genau links hinter mir platziert
wusste. So weit so gut. Während dieser Nummer dachte ich plötzlich:
wieso spielt der nicht? -drehte mich kurz um und sah wie sich
ein George Harrison gerade die Gitarre umschnallte und mitten
in meiner Band mitspielt. Facit: Aus der kurzen Musikeinlage
wurde eine zwei Stunden-Session. Für mich eines der schönsten
Erlebnisse – weil nichts geplant war!“
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Da konnte Andy nicht widerstehen! Ein altes Klavier in einer
Geisterstadt in Amerika
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Wirklich
große Weltstars
haben keine Allüren
Stolz darf Andy auch auf die vielen Komplimente seiner prominenten
Kollegen sein. So antwortete z.B. Chuck Berry einmal auf die
Frage einer österreichischen Agentur, die eine Tournee organisierte,
ob er wieder dabei sein würde: „Yes but only if I can play
with this crazy Austrian!“ – „Ja, aber nur wenn ich mit diesem
verrückten Österreicher spielen kann!“ Das ehrt natürlich!
Und die Liste prominenter Mitstreiter geht weiter mit den
Trifters, Carl Berkins, Wanda Jackson, Bill Ramsey, Gus Backus
u.v.m. „Ich bin sehr stolz darauf, dass z.B. eine Wanda Jackson,
die an die 20 Welt-Hits hatte, bei mir im Aufnahmestudio stand
und mich fragte, ob mir das Arrangement so passt. Es war einfach
eine wunderbare Zusammenarbeit und ehrfürchtig durfte ich
erkennen, dass wirklich große Weltstars keine Allüren haben!“
Das kann ich in Bezug auf unseren Andy Lee Lang nur unterschreiben!
Auch er ist derselbe natürlich fröhliche Mensch geblieben,
als den wir ihn vor rund 20 Jahren kennenlernen durften.
Visionen und Pläne
der nächsten Jahre
Sein oberstes Ziel ist es, in Zukunft ein bisserl mehr zu
leben. „Das nehm´ ich mir zwar ganz fest vor. Der Wahnsinn
aber ist, dass in meinem Kopf immer wieder Ideen für neue
Shows sind. Ich habe bei meinen ersten Produktionen noch selbst
komponiert, jetzt bin ich irgendwann draufgekommen, dass das
heutzutage verdammt schwer ist. Denn die Musik hat 12 Töne
zu bieten -zwar in verschiedenen Oktaven, aber eben immer
nur 12 Töne- und die sind eigentlich in allen Kombinationen
bereits verbraten worden. Das heißt: Es gibt sozusagen keine
neue Hits, alles wird irgendwie recovered und variiert.“ Doch
Andy ist eben ein Musikgenie und hat ein anderes Talent in
sich entdeckt: Andy Lee Lang hat die Gabe, Shows auf die Bühne
zu stellen und hier Allerfeinstes zu kreiern. Das hat er mit
seinen Eigenproduktionen „The Elvis
Presley Story“, „Viva Las Vegas“ und „Rockn´Christmas – The
Original“ bewiesen. Und hier will er auch in Zukunft
anknüpfen: „Mir schwebt eine ganz besondere Show vor, die
ich in Zukunft verwirklichen möchte: Ich möchte den Rock´Roll
mit den Einflüssen der Latin-Music kombinieren und da gibt
es sogar einige gelungene Vorbilder dafür wie „Pretty Woman“
von Roy Orbinson.!“
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Andy Lee Lang mit seinem „Patenkind“, einem Känguruh, und Tiergartendirektor
Dr. Helmuth Pechlaner
Foto: Andy Lee Lang
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Andy´s
größte Wünsche
„Wie jeder Musiker wünsche auch ich mir, einmal mit ganz großem
Orchester auftreten zu dürfen, um die Varianten und die Vielfalt,
die in mir stecken, hervorholen zu können. Ein wenig ist es
mir davon im Bigband-Sound bei Viva Las Vegas bereits gelungen!“---
„Andy Lee Lang & Orchester“ – klingt gut! Vor allem träumt
Andy von den vielen Instrumenten, die er gerne als Orchester
zur Verfügung haben möchte: „Schön stelle ich mir vor Streicher
+ Bläser + Chor…. so einen Sound zur Verfügung zu haben wo
ich alle Nummern, die mir persönlich am Herzen liegen neu
arrangieren kann!“ Sein zweiter Traum zieht ihn nach Las Vegas:
„Dank meiner vielen Amerika –Erfahrungen ist Las Vegas immer
ein Thema. Für Viele ist diese Stadt der „Friedhof der abgehalfterten
Stars“, für mich ist die Stadt aber ein Traum. Ich will irgendwann
einmal Headliner in Vegas sein und in einem der dortigen Theater
meine eigene Show produzieren.!“
Hat ein
Superstar noch Zeit für Hobbies?
„Hobbies sind sogar sehr wichtig! Ich habe das Glück, meine
Hobbies mit dem Beruf verbinden zu können. Ich reise gerne
und viel. – Ich mache nicht nur Musik, ich höre auch gerne
Musik und besitze eine riesige Sammlung an Platten und CD´s
um die mich viele Radiostationen beneiden.- Und ich liebe
den Film! Schon als Kind gab es keinen Film im Erika-Kino
im 7.Bezirk, den ich nicht gesehen habe. Schuld daran war
eine nette Kassiererin, die mir immer die billigste Karte
verkaufte und mir dann freie Platzwahl gestattete. Mittlerweile
habe ich ein eigenes Heimkino mit großer DVD-Sammlung- hier
kann ich wirklich relaxen!“ Kulinarisch bevorzugt Andy Lee
Lang ausländische Spezialitäten von indisch über mexikanisch
bis asiatisch. „Ich liebe auch die österreichische Küche,
bin aber nicht der typische Schnitzel – Schweinsbraten-Esser.
Allgemein liebe ich die nicht alltägliche Küche – das kann
auch ein bestimmtes Gewürz sein oder einfach Altbewährtes
neu arrangiert.“
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Foto: Dirk Hartung
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Was wünscht
sich Andy Lee Lang von seinen Fans?
„Ich habe ganz tolle Fans! Ich wünsche mir, dass sie, solange
ich weiter mache, zu mir halten und die Akzeptanz, dass der
Andy Lee Lang auch andere Dinge macht, als manche vielleicht
wollen. Z.B. war ich glücklich darüber, im Musical „Elvis
forever“ auch Theater spielen zu dürfen – ich persönlich finde,
dass Vielseitigkeit niemals schadet!“ Wir versprechen, Andy
immer auf den Fersen zu bleiben und freuen uns mit ihm über
seine Erfolge. Wir sind stolz auf diesen großen Österreicher,
der nicht nur der „Botschafter des Rock´n Roll“ ist sondern
auch mit mehr als 32 nationalen und internationalen Auszeichnungen
geehrt wurde. Unter anderem wurde er in Cambridge 2003 zur
„Living Legend“ ernannt und als erster Österreicher in der
„American Hall of Fame“ aufgenommen. Seit 2004 ist Andy Lee
Lang Träger des „Goldenen Verdienstzeichens des Landes Wien“.
Auch Andy Lee Lang ist einer jener wirklichen Weltstars, die
keine Allüren haben. Das durfte ich bei unseren Plaudereien
wieder einmal erleben. Er ist jener schüchtern – verschmitzt
lächelnde junge Mann geblieben, den ich schon vor 20 Jahren
kennengelernt hatte. Er genießt seine Erfolge mit einem Leuchten
in den Augen ohne überheblich zu werden. Es ist uns wirklich
eine große Ehre und es ist schön, dass wir Andy zu unseren
Freunden zählen dürfen!
Eva-Maria Milde
20 Jahre Andy Lee Lang
Große Jubiläumsgala mit Andy Lee Lang & The Spirit and Special
Guests am Freitag, 14.Oktober 2005 im Austria Center Vienna
1220 Wien, Bruno Kreisky-Platz 1
Beginn: 20.00 Uhr
Karten: 01/769 33 60-15, 01/88 0 88, 01/24 9 24 oder unter
www.austria-ticket.at
, www.ticketline.cc
, www.andyleelang.com
, sowie in den BA-CA Filialen, in Reisebüros und 800 Trafiken
österreichweit
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