AKTUELLE AUSGABE

BLITZLICHT 3/2006:

Andy Borg -
vom Star-Sänger zum Showmaster



Backstage war er ernst, konzentriert und natürlich vom Lampenfieber befallen. Kein Wunder! Nach so vielen Jahren „Musikantenstadl“ jetzt ein neuer Moderator – da treffen einem schon neugierige Blicke, da wartet man mehr auf „Hoppalas“ und – wie sagt man so schön in Wien: „Der Neid is a Luader!“ Also: Augen zu – und raus auf die Bühne!
Fotos: ORF

a stand er nun vor seinem Millionenpublikum, sprengte alle Erwartungen des ORF an Seherzahlen und präsentierte mit seinem unverwechselbaren Lächeln auf den Lippen ganz charmant „seinen Musikantenstadl!“ Wie kam der gebürtige Floridsdorfer Andi Borg eigentlich zur Musik? - „Das Musikalische muss wohl schon in meinen Genen liegen!“– lacht Andy Borg. „Mit fünf Jahren wünschte ich mir vom Christkind einfach ein Musikinstrument und hab eine Melodika bekommen!“ Mit 7 war es dann ein Akkordeon. Wer sich mit Musik beschäftigt, der singt auch! Andy schwärmte für alle Interpreten, die in seiner Jugendzeit, den 60-er und 70er Jahren beliebt waren, angefangen von Heintje über Chris Roberts, Roy Black und Peter Alexander .

Start einer Sängerkarrriere

Andy Borg startete seine Karriere 1981 bei der ORF-Show „Die große Chance". Den Durchbruch schaffte er 1982 mit dem Hit „Adios Amor". Mit Titeln wie „Die Fischer von St. Juan", „Arrivederci Claire" und „Die berühmten drei Worte" erzielte er große Erfolge. Und plötzlich war er auf der Bühne der Stars – gemeinsam mit ihnen! Er stand mit Ihnen auf der Bühne, trat in Fernsehshows auf, war bald DER Sänger mit deutschsprachigem Repertoire. „Wirklich große Stars spielen alle in derselben Liga, sind zuvorkommend, freundlich, zutiefst professionell und nie genervt“ erzählt Andy Borg und erinnert sich hier an Catharina Valente, Udo Jürgens, Bill Ramsey, Karel Gott und Peter Alexander. Gerne tritt er auch mit Florian Silbereisen auf – Na, das war ja gleich ein Highlight seiner ersten Staffel des Musikantenstadls! – „Ich möchte gerne mit allen Bühnenkollegen, die ich im Laufe der Jahre kennenlernendurfte, diese Sendung in Zukunft bestreiten!“ Denkt Andy Borg bereits in die Zukunft.

Welche Schwerpunkte hat er für seine Ära im Musikantenstadl?

„Ich habe mir vorgenommen, für die Leute die den Stadtl und seine Musik mögen, das Beste zu geben.“ An alle Nörgler, die ihn nicht mögen -und solche soll es ja auch geben- hat er eine Bitte, die er auch auf „Knien „vortragen würde: „Schaut Euch des net an! - Wir machen den Stadel ja nicht für Euch!“ – Nach dem Motto: Jedem das Seine! Eines ist nach dem ersten Musikantenstad´l Gewissheit: Andy Borg hat das Charisma, ein großartiger Showmaster zu sein, der Volksmusik aus Überzeugung präsentiert!

Was ist neu im Musikantenstadl?

Auffallend war die neue, helle Dekoration und ganz besonders der Nachwuchswettbewerb, an dem Andy Borg unbedingt festhalten möchte. Er hat eben nicht vergessen, dass auch seine Karriere über einen solchen Wettbewerb begann! Eine Änderung wird er aber anbringen: der ebenfalls neu eingeführte „Stadl-Reporter“ war eine Eintagsfliege und wird nicht mehr erscheinen! Seine Hobbies: „Floridsdorfer sein, in Urlaub fahren und einmal nichts tun!! Am allerliebsten auf einer Italienischen Insel, denn dort kennt mich kein Mensch und ich kann ungestört auch in der Badehose herumlaufen ohne das jemand meinen Waschbrettbauch kritisch mustert!“ Ausgebucht ist der charmante Andy bis 28.März 2007, danach wird er - zugunsten des Musikantenstadls- die Auftritte reduzieren. Alles, was er schon angenommen hat, wird er auch durchziehen ,denn er war in all den Jahren zuverlässig und das will er auch weiter bleiben.

Edith Altrichter & Eva-Maria Milde


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