AKTUELLE AUSGABE

COVERSTORY 1/2007:

André Rieu
– Weltstar und Walzerkönig




Die Musik ist für ihn eines der wichtigsten Dinge auf der Welt. Seit er sich zurückerinnern kann, wurde in seinem Elternhaus musiziert und auch seine Gattin Marjorie hat mehr als nur Verständnis dafür, dass Privatleben, Musik und Karriere ihres André Rieu untrennbar mitsammen verbunden sind. Von Anbeginn der Erfolge mit seinem Orchester war sie immer mit dabei – das liegt jetzt schon zwanzig Jahre zurück...

Fotos: europapark rust

chon als Kind hat ihn die Welt der Musik in den Bann gezogen. Sein Vater war Dirigent eines großen Symphonieorchesters. Wenn er nicht gerade ein Konzert gab, war er zu Hause und studierte am Klavier Partituren, André´s fünf Geschwister spielten ebenfalls alle ein Instrument. „Wir Kinder besuchten jede Woche ein Konzert meines Vaters. Ich werde nie vergessen, wie sehr mich der bombastische Klang des Orchesters faszinierte. Vor allem die Geiger hatten es mir angetan! Vor allem desshalb, weil die vielen Streichbögen immer gleichzeitig in dieselbe Richtung gingen!“ Strahlt der charmante Walzerkönig und erinnert sich weiter: „ Ich fand alles herrlich nur nicht, dass alle im Saal mucksmäuschenstill sein mussten. Und die vielen ernsten Mienen! Niemand durfte sich räuspern, geschweige denn lachen.“




Mein Orchester soll Spaß verbreiten für die Zuseher!

Bei André Rieu und seinem Orchester fanden sich von Beginn weg die Musiker mit einer Vision konfrontiert, die zur Realität und zum unverwechselbaren Markenzeichen „Rieu“ wurde: „Unser Orchester besteht aus jungen, hochmotivierten Musikern, die jedes Mal mit Leib und Seele auf der Bühne stehen und mit mir zusammen ein Konzert zum Zuhören aber auch zum Zusehen geben.“ Es glückt ihnen auch tatsächlich, dass der Funke der Begeisterung auch aufs Publikum überspringt. So haben alle im Saal oder im Festgelände Spaß beim Mitschunkeln, Mitsummen, Klatschen, Springen und Lachen. „Etwas Schöneres kann sich ein Musiker gar nicht vorstellen!“ so der strahlende Geigenvirtuose, den man in der Tat mit dem Walzerkönig Johann Strauß vergleichen kann.

 


Musikleben im Dreivierteltakt

Schlüsselerlebnis war, als André Rieu als Student am Konservatorium gefragt wurde ob er nicht Lust hätte, in einem Salonorchester mitzuspielen. „Hier spielte ich meinen ersten Walzer: Gold und Silber von Franz Léhàr. Ich war wie verzaubert und von da an bestimmte der Dreivierteltakt mein Musikleben!“ Natürlich spielt er mit seinem Orchester weit mehr als nur Walzer, doch ohne diese wunderbaren Klänge geht es nie! Jedes der Rieu-Konzerte ist ein Live Erlebnis der besonderen Art! Unverwechselbar, spontan und somit ein Unikat. Mit Showtalent und virtuosem Spiel fesseln alle Aufführungen auch dadurch, dass der Meister selbst, aber auch seine Musiker, mit Witz und Charme zu „ihrem“ Publikum Kontakt aufnehmen.Unvergesslich die Konzerte in der Wiener Stadthalle, oder Open-Air-Konzerte wie das im Europapark in Rust bei Freiburg (Deutschland). Auch TV-Aufzeichnungen finden teilweise gerne im Freien statt, so wie z.B. „Der Fliegende Holländer“ in einer fantastisch beleuchteten Arena eines Stadions gedreht wurde. „Mein Traum ist es, die gesamte klassische Musik einem breiten Publikum zugänglich zu machen.“ Schwärmt Rieu und begibt sich in sein eigens dafür gebautes Studio, wo er in harter Arbeit Klassiker neu interpretiert. „Ich möchte noch viele Jahre das Publikum mit meiner Musik glücklich machen!“ Darauf freuen wir uns alle von ganzem Herzen. Musik ist doch wirklich etwas sehr Schönes und wo Worte enden, beginnt Musik!

• Eva-Maria Milde



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