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Pauline
Pfeffer –
stimmgewaltige Diva aus Wien
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Sie stand wie gewohnt am Herd ihrer Küche,
schmetterte dazu eine fröhliche Operettenmelodie und freute
sich schon, ihre Lieben mit kulinarischen Köstlichkeiten verwöhnen
zu dürfen. Was sie nicht bemerkte: in der Tür stand schon
eine Weile Josefine Rodica, eine geachtete Größe bei Gesangs-Profis
und war fasziniert von Pauline´s Stimme: „Was machst Du hier
in der Küche? –Du musst raus hier, auf die Bühne! Wenigstens
bis Mitternacht, wie Cinderella!“
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Fotos: Privat
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Heute kann man sagen, dass dieses
Gespräch zwischen dampfenden Küchentöpfen und dem elegant
gedeckten Speisezimmer Tisch bannbrechend war und die großartige
Pauline Pfeffer wieder zurück in die Welt der Musik holte.
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Musik liegt schon in ihren Genen
Pauline ist gebürtige Wienerin
und lebt auch heute noch gerne hier. Ihre Eltern waren beide
großartige Musikgenies und stammten aus Kroatien. Schon im
zarten Alter von fünf Jahren spielte Pauline am Klavier nicht
die üblichen Kinderlieder sondern begeisterte mit der Melodie
der „Madame Butterfly“. Der Vater – selbst Professor für Gesang
in Zagreb- und die Mutter – eine groß gefeierte Operndiva
ihrer Zeit- entdeckten und förderten bald das Musiktalent
ihres Töchterchens. „Ich studierte mit Feuereifer an der Wiener
Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Wien Klavier,
wollte unbedingt Konzertpianistin werden.“ Erzählt die überaus
charmante und aparte Pauline Pfeffer. „Doch plötzlich nahm
mich mein Vater aus der Schule. Da half kein Protest meinerseits
– er meinte, ich müsse erst einmal einen ordentlichen Beruf
erlernen, bevor ich mich der Musik ausliefere!“ Was blieb
der braven Tochter also übrig? –Nichts! Sie gehorchte artig,
absolvierte die Handelsakademie und wurde Bankangestellte.
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Cinderellas
Aufstieg in die Welt der Musik
Wenn Jemandem Musik und ganz besonders
Gesang so im Blut liegt, wie Pauline Pfeffer, dann gibt er
sich nicht mit einem „normalen“ Leben zufrieden. „Ich habe
immer weiter gesungen – aber eben nur für mich. Ich sang beim
Kochen, beim Bügeln, bei der Gartenarbeit. Doch dann wurde
ich immer unruhiger und stellte mir selbst die Frage: wofür
hast Du Dein Talent bekommen? Nur für zu Hause?“ – Dann kam
die besagte Episode mit Josefina Rodica, der Präsidentin der
rumänischen Johann-Strauß-Gesellschaft, die Pauline buchstäblich
hinter dem Herd hervorholte und für Konzerte wieder auf die
Bühne stellte. Ab sofort verbindet Pauline Pfeffer bravourös
ihre Rolle als dreifache Mutter und Hausfrau mit der der Diva
auf den Konzertbühnen der ganzen Welt. Der international beachtete
Durchbruch gelang ihr 2004 beim großen Johann-Strauß-Festival
in Orada (Rumänien), die Johann-Strauß Gesellschaft Großbritannien
engagierte sie nach London. Im Präsidentenpalast in Bukarest
brillierte Frau Pfeffer 2006 mit einer umjubelten „One-Woman-Show“:
im Rahmen des Musikfestivals spielte sie am Klavier – Sonaten,
ohne Gesang. „Einfach zum Ausruhen“- lacht Sie übermütig.
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Zukunftspläne
Ob sie bereut, dass sie ihre Karriere
der Kinder wegen unterbrochen und fast aufgegeben hat? „Ich
habe meine Zeit für die Familie gerne hergegeben. Ich bin
auch heute jede Minute meiner Freizeit für sie da und danke
ihnen, dass sie mich nicht nur unterstützen, sondern sogar
anspornen.“ Das heurige Jahr ist schon gut durchgeplant: am
21.April singt Pauline Pfeffer im Kurhaus von Bad Tatzmannsdorf
mit einem Tenor einen Lieder- und Arienabend als „Charity“
für den Sterntalerhof, am 31.Mai gibt’s einen italienischen
Abend in Wien (Haus Hofmannstal), vom 26.August bis 1.September
geht es mit Orchesterabenden und einem Wiener Abend gemeinsam
mit anderen Solisten der Oper nach Timisoara (Temeswar), im
Oktober steht das Barockfestival in Samobor(bei Zagreb) am
Plan. Ein Blick in die weitere Zukunft? –„Jeder sollte weitergeben,
was er gelernt hat. Ich möchte einmal meine eigene private
Schule haben und Meisterkurse für Gesang abhalten.“ Wo ihr
Büro dann sein wird, weiß Pauline Pfeffer noch nicht. Aber
es könnte überall sein - auch am Meer! – Vielleicht ein Märchenschloss
für neue Cinderellas?
• Eva-Maria Milde
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